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Japankäfer
POPILLIA JAPONICA

Derzeit breitet sich der Japankäfer in Europa aus. Eine invasive Art, die in der Landwirtschaft massive Schäden verursachen kann.


Die Ausbreitung des Japankäfers in Europa

Seit der Japankäfer 2014 zum ersten Mal in Norditalien gesichtet wurde, hat er sein Verbreitungsgebiet schrittweise ausgedehnt, und die Populationen haben zugenommen. Drei Jahre später wurde 
er 2017 zum ersten Mal an der Südgrenze der Schweiz entdeckt und breitete sich von dort weiter nach Norden aus. Im Jahr 2023 wurde der Japankäfer zum ersten Mal nördlich der Alpen (in der Nähe von Zürich) entdeckt. Das Befallsgebiet ist recht klein und die geringe Zahl der gefangenen
Käfer deutet darauf hin, dass der Ausbruch früh entdeckt wurde. Ein weiterer in 2023 offiziell bekanntgegebener Ausbruch, wurde in Italien in der Region Friaul-Julisch-
Venetien festgestellt. Beide Ausbrüche sind von der Hauptbefallszone getrennt.Einen dritten Ausbruch konnte man in der südlichsten Region des Kantons Wallis in der Schweiz ausmachen. Im Gegensatz zu den beiden anderen neu befallenen Gebieten steht dieser Ausbruch im Zusammenhang mit dem italienischen Befallsgebiet im Ossola-Tal. Bei der Erhebung im Jahr 2023 wurden mehr als 
1500 Käfer nachgewiesen, was darauf hindeutet, dass Popillia japonica bereits einige Jahre vor der Entdeckung des Ausbruchs dort etabliert gewesen sein muss.


Über IPM-Popillia
Die IPM-Popillia-Initiative schafft nachhaltige Möglichkeiten zur Kontrolle der Ausbreitung des Japankäfers, um hohe Populationskonzentrationen zu verhindern, die Pflanzen in Kontinentaleuropa schädigen. IPM-Popillia stellt Instrumente und Ratschläge zur Verfügung, wie die invasive Art in einem größeren, kontinentaleuropäischen Maßstab bekämpft werden kann und wie sich in Zukunft auf 
ähnliche Ausbrüche besser vorbereitet werden kann.


Wirtspflanzen des Japankäfers

Der Japankäfer kann sich von über 400 verschiedenen Wirtspflanzen ernähren. Einige dieser Wirtspflanzen wie Weinreben, Beerenfrüchte, Mais oder Soja sind von großer sozioökonomischer 
Bedeutung. Auch Landschaftsbäume wie Linden und Birken, sowie Zierpflanzen wie Rosen, Glyzinien und Eibisch sind betroffen.

Normalerweise gibt es eine Generation Käfer pro Jahr. Die Larven überwintern im Boden. Wenn die Bodentemperaturen im zeitigen Frühjahr steigen, kommen sie näher an die Oberfläche und beginnen, sich von Wurzeln zu ernähren. Die erwachsenen Käfer schlüpfen zwischen Mitte Mai und Mitte Juli und sind bis September aktiv.
Die erste Käferwelle findet Ende Juni statt. In den ersten Juliwochen kommt es dann zum Hauptflug der Käfer.


Call to Action

Die Öffentlichkeit kann ihren Teil dazu beitragen, Wissenschaftler bei der Suche nach einer nachhaltigen Lösung gegen die Ausbreitung von Popillia japonica zu unterstützen. Mit der IPM Citizen Science App kann jeder die Sichtung von Käfern in seinen Gärten, 
auf Bauernhöfen oder öffentlichen Plätzen melden, indem er einfach ein Smartphone benutzt. Die eingereichten Fotos von Käfern und die bereitgestellten Informationen werden dazu beitragen, die Ausbreitung von Popillia japonica zu verstehen und neue Wege zu finden, um sie zu stoppen oder einzudämmen. 
Insbesondere Landwirte sind ein Schlüsselelement für das Projekt. Der Einsatz der IPM-App in landwirtschaftlichen Gebieten wird wertvolle Informationen über die Ausbreitung der Käfer, ihre Wirtspflanzen und das Ausmaß der verursachten Schäden liefern.
Die IPM-App ist unter www.popillia.eu für Android und iPhones erhältlich. Laden Sie die App noch heute herunter, werden Sie Mitglied der Nutzergemeinschaft und teilen Sie Ihre Beobachtungen mit dem IPM-Popillia-Projekt!


